Schiedsrichter werden

Zwei Mal im Jahr bildet der Kreis Herne neue Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen aus. Mach mit beim nächsten Lehrgang für Fußball-Schiedsrichter/innen! Auf dieser Seiten findest Du alles, was Du über die Ausbildung und die Tätigkeit als Schiedsrichter wissen musst.

Welche Anforderungen sollte ich erfüllen?

Für die Tätigkeit als Fußball-Schiedsrichter solltest Du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Spaß und Interesse am Fußball
  • Mindestens 14 Jahre alt
    (über Ausnahmen entscheidet der Kreisschiedsrichterausschuss)
  • Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • Teilnahme am Anwärterlehrgang
    (vier bis fünf drei- bis vierstündige Termine, in denen das Basiswissen vermittelt wird)
  • Erfolgreiches Bestehen der Anwärterprüfung
    (Lauf- und Regeltest)
  • Zeit für mindestens zwei Spielleitungen im Monat

Was zeichnet einen guten Schiedsrichter aus?

Einige der nachfolgenden Eigenschaften besitzt jeder einzelne von uns bereits, andere davon erwirbt jeder Schiedsrichter von Spiel zu Spiel und durch regelmäßige Fortbildung:

  • Unparteilichkeit
  • Regelkenntnis
  • Spielverständnis
  • Körperliche und geistige Fitness
  • Selbstbewusstsein
  • Persönlichkeit
  • Menschenkenntnis
  • Die Fähigkeit Konflikte zu lösen
  • Entscheidungen schnell und sicher treffen
  • Mut
  • Teamfähigkeit

Der "Anwärterlehrgang"

Beim sogenannten Anwärterlehrgang wird Dir das nötige Wissen vermittelt und am Ende in einer theoretischen Prüfung abgefragt (30 Regelfragen).

Der zweite Teil besteht aus einer praktischen Einheit (Lauftest) auf dem Sportplatz. Nach bestandener Prüfung wirst Du schon bald als Schiedsrichter mit den ersten Spielleitungen beauftragt, in denen Dir ein erfahrener Kollege als „Pate“ zur Seite steht.

Die nächste Ausbildung für Fußballschiedsrichter startet im Herbst 2017.

  • Freitag – 29.09.2017 – 18:00 bis 21:00 Uhr
  • Samstag – 30.09.2017 – 10:00 bis 14:00 Uhr
  • Mittwoch – 04.10.2017 – 18:00 bis 21:00 Uhr
  • Freitag – 06.10.2017 – 18:00 bis 21:00 Uhr
  • Samstag – 07.10.2017 – 10:00 bis 14:00 Uhr
  • Mittwoch – 11.10.2017 – 18:00 bis 21:00 Uhr
  • Freitag – 13.10.2017 – 18:00 bis 21:00 Uhr
  • Samstag – 14.10.2017 – 10:00 bis 12:00 Uhr (Prüfung)

Melde Dich jetzt an und erhalte alle wichtigen Infos zum nächsten Lehrgang in Herne.

Was spricht dafür, Schiedsrichter/in zu werden?

Wenn du dich für Fußball interessierst und du das Spiel einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten möchtest, dann ist das Hobby des Schiedsrichters eine spannende Herausforderung.

Du bist kein „kleiner“  Mesut Özil oder Toni Kroos? – Macht nichts! Auf diese Weise kannst du deinem Sport treu bleiben, bleibst in Bewegung und erreichst mit etwas Einsatz und Leistungsbereitschaft Spielklassen, die du als Spieler womöglich niemals erreicht hättest. Auch wenn du selbst in der Jugend Fußball spielst, lässt sich beides verbinden!

Du willst Fußball verstehen? – Als Unparteiischer erwirbst du die notwendige Regelkenntnis und entwickelst Regelverständnis. Durch regelmäßige Schulungen bleibst du stets auf dem Laufenden!

Du willst selbstständig Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen? – Als Schiedsrichter/in hast du die Möglichkeit dazu! Das Hobby stärkt dein Selbstvertrauen, deine Entschlusskraft und  dein Durchsetzungsvermögen.

Du bist teamfähig? – Als Schiedsrichter/in bist du kein „Einzelkämpfer“! – Hinter dir steht eine sportliche Gemeinschaft, die ebenfalls Spaß am Fußball hat.

Dein „Taschengeld“ könnte etwas höher sein? – Durch deine Spielleitungen kannst du dieses ein wenig aufbessern!

Du gehst gerne ins Stadion? – Als Schiedsrichter/in hast du u.a. kostenlosen Eintritt zu Bundesliga- und DFB-Pokalspielen.

Welche Aufgaben habe ich als Schiedsrichter/in?

Zu Deinen Aufgaben gehört es vordergründig Fußballspiele zu leiten. Du nimmst Deine Spielaufträge wahr und erledigst bei diesen die organisatorischen Dinge rund um das Spiel, zu denen der Spielbericht, die Platzkontrolle und Notizen über den Spielverlauf gehören. Während des Spiels triffst Du Entscheidungen und überwachst die Einhaltung der Spielregeln. Hierbei hast Du Dich als Schiedsrichter/in den Vereinen gegenüber neutral zu verhalten und Deine Vorbildfunktion zu beachten.

Darüber hinaus musst Du ein Mal im Monat den Schulungsabend besuchen, auf dem die Lehrwarte Regelwissen vermitteln, Regelfragen klären und Probleme in Spielleitungen aufarbeiten.

Welche Perspektiven bietet mir die Schiedsrichter-Tätigkeit?

Von den Junioren bis zu den Senioren

Jeder fängt mal klein an, so auch der Schiedsrichter bzw. die Schiedsrichterin. Die ersten Spiele werden in der Regel auf einem Kleinfeld absolviert (E- und F-Junioren), um sich ein wenig an die neue Aufgabe heranzutasten. Nach dieser „Orientierungsphase“ folgen weitere Spiele in den weiteren Juniorenspielklassen. Diese Schritte sind sinnvoll und notwendig, um ein Gefühl für die ungewohnte Perspektive zu bekommen und sich langsam auf die Neuerungen einzustellen. In der Regel hängt der „Aufstieg“ innerhalb der Juniorenspielklassen vom Alter und dem Leistungsstand ab. Ab 18 Jahren ist auch ein Einsatz bei den Senioren möglich. Besonders talentierte Schiedsrichter/innen werden auch schon im Alter von 17 Jahren in diesem Bereich eingesetzt. Der Aufstieg bis zur Senioren Kreisliga A wird kreisintern geregelt und die Einteilung durch den jeweiligen Schiedsrichteransetzer im Kreis vorgenommen. Auch die Schiedsrichter/innen für die Bezirksliga werden vom Kreis gemeldet, müssen jedoch beim Verband regelmäßig eine Prüfung ablegen, um Spiele in dieser Klasse zu leiten.

Überkreislich aktiv

Der Sprung in die Landesliga ist anders geregelt. Hier entscheiden neben der Meldung durch den Kreis und die Prüfung beim Verband Beobachtungsspiele über dem möglichen Aufstieg. In einem Beobachtungsspiel ist ein neutraler Beobachter des Verbandes anwesend und bewertet den Schiedsrichter oder die Schiedsrichterin nach bestimmten Kriterien und vergibt eine Punktzahl für seine Leistung. Der Schnitt aus allen Beobachtungen entscheidet am Ende der Saison, ob es für die Unparteiischen weiter nach oben geht. Natürlich kann es in höheren Spielklassen auch über einen möglichen Abstieg entscheiden. Wie auch die Vereine, kämpfen Schiedsrichter/innen ebenfalls um Punkte und Auf- und Abstiege.

Die Arbeit im Schiedsrichter-Team

Was bisher vernachlässigt wurde, ist die Arbeit im Schiedsrichter-Gespann bzw. als Schiedsrichter-Assistent (SRA). Diese Tätigkeit bietet auch innerhalb des Schiedsrichterwesens eine ganz andere Perspektive und ist nicht weniger anspruchsvoll, als die Aufgabe in der „Mitte“ des Spielfeldes. Assistenten werden auf Kreisebene bei Pokal-, bei Entscheidungs- oder Auswahlspielen eingesetzt. Ab der Landesliga (Senioren) aufwärts werden auch Assistenten benötigt, so dass es auch hier ein breites Betätigungs- und Einsatzgebiet gibt. Als Assistent hast du die Möglichkeit bei Spielen eingesetzt zu werden, die zwei bis drei Ligen über deiner höchsten Klasse als Schiedsrichter liegen.

Wie sehen Schiedsrichter/innen ihre Tätigkeit?


Kaum eine andere Person auf dem Platz polarisiert so stark wie der Mann oder auch die Frau in Schwarz. Unparteiische stehen ständig zwischen den Parteien und werden es selten beiden Recht machen können. Von den einen gibt es Lob und Anerkennung, von den anderen hagelt es Kritik und Ablehnung. Dabei ist es oftmals egal, ob die Entscheidung, die getroffen wurde, richtig oder falsch war – Jeder ist sich nunmal selbst der Nächste und die Emotionen lassen den Verstand oftmals nur noch im Hintergrund arbeiten. Um so faszinierender ist es dabei, wie locker unsere Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter mit Druck, Kritik, Beschimpfungen und anderen schwierigen Situationen umgehen können. Trotz der scheinbaren Belastungen und aller Schwierigkeiten sind unsere Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter Woche für Woche mit Spaß an ihrem Hobby für den Fußball im Einsatz.

Was uns antreibt…

Wir haben darüber hinaus vier Unparteiische gefragt, warum sie gerne als Schiedsrichter im Einsatz sind.

Sven Moning, Landesliga-Schiedsrichter

“Es macht mir einfach Spaß Verantwortung zu übernehmen. Als Schiedsrichter schlüpft man in eine andere Rolle und sieht das Fußballspiel aus einem ganz anderen Blickwinkel. Und es bereitet mir Freude auf dem Platz die Entscheidungen zu treffen.”

Gregor Werkle, Westfalenliga-Schiedsrichter

“Mich fasziniert die Möglichkeit, ein Hobby auszuüben, das Sonntag für Sonntag neue Überraschungen und Situationen mit sich bringt. Jedes Spiel ist einfach anders und die Situationen, die ich dort bewerten muss, sind häufig neu. Es wird einfach nicht langweilig!”

Nadine Westerhoff, 1. Frauen-Bundesliga

“Mich fasziniert die Vielseitigkeit der Schiedsrichterpersönlichkeit. Sie muss Neutralität, Gerechtigkeitsempfinden, Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis in sich vereinen. Mutig müssen wir sein, mit Stress umgehen können, Druck und Kritik aushalten und uns nicht unterkriegen lassen. Keine leichte Aufgabe, aber sie macht Spaß.”

David Hennig, Oberliga Westfalen

“Ich kann mir kein abwechslungsreicheres und spannderes Hobby als dieses vorstellen. Du hast jeden Sonntag ein Auswärtsspiel und lernst immer wieder neue Orte und Menschen kennen. Als Schiri bist du ständig in Bewegung und Situationen müssen in Bruchteilen von Sekunden bewertet werden. Das macht den Reiz aus! Und in der Gemeinschaft fühle ich mich einfach gut aufgehoben. Wir können uns aufeinander verlassen. Hier ist es ein wenig wie bei den Musketieren: Einer für alle und alle für einen.”

Du willst Schiedsrichter/in werden?

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