Weitere Einschränkungen für Sportausübung

es kam, wie es aufgrund der hohen Inzidenzzahlen zu erwarten war – der Trainingsbetrieb in den Vereinen wird weiter eingeschränkt.

Über die ersten Erleichterungen haben sich die Vereine und natürlich auch die Kinder sehr gefreut. Es war ein Training mit 20 Spielern bis 14 Jahren und mit 2 Trainern möglich. Alles lief gut und die Kids hatten viel Spaß. Infizierungen wurden nicht bekannt. Doch dann kam die erste Spaßbremse. Die Anzahl der Trainingsteilnehmer wurde auf 10 Teilnehmer begrenzt. Die führte schon zu ersten Problemen, mussten doch größere Gruppen getrennt werden. Aber auch dies wurde von den Vereinen noch hingenommen und bewältigt.

Nach der Spaßbremse folgte nun die „Notbremse“ durch die Bundes- und Landesregierung. Nun dürfen nur noch 5 Kinder von einer Person trainiert werden, die zudem noch einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen muss. Dazu kommt dann noch, dass das Training nur kontaktlos durchgeführt werden darf. Da erscheint es doch wenig sinnvoll, überhaupt noch ein Training durchzuführen. Da bleibt ja fast nur noch Lauftraining, dabei wollen die Kids wieder mit dem Ball kicken. Hinzu kommt noch, dass Mannschaften, unter Umständen auch in mehr als zwei Gruppen, aufgeteilt werden müssten. Für jede Gruppe wird dann auch noch ein eigener Verantwortlicher benötigt. Ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden ist zu normalen Zeiten schon schwierig genug, in Corona-Zeiten noch mehr.

Derzeit bleibt allen nur die Hoffnung, dass sich die Fallzahlen schnell wieder in einen niedrigen Bereich einpendeln, damit bald wieder alle Fußballer auf den Sportplatz zurückkehren können. Wenn nicht ein Wunder geschieht, sind wir hiervon noch weit entfernt.

Kommentar

Wieder einmal ist den Regierungen nichts anderes eingefallen, als den Menschen weitere Einschränkungen zuzumuten. Sicherlich existiert das Virus und ja, es ist gefährlich, doch haben und bringen die Maßnahmen etwas. Nach meiner Meinung nicht.

Es gibt eine Ausgangssperre von 22:00 Uhr bis 5:00 Uhr, wo die Bewegungen in dieser Zeit nur bei ca. 9% liegen und sich wenige Leute infizieren. Wäre da nicht eine Ausgangssperre von 5:00 Uhr bis 22:00 Uhr sinnvoller? Ansteckungen erfolgen in Bus und Bahn, bei der Arbeit in Großraumbüros, nicht aber bei der sportlichen Betätigung auf dem Sportplatz. Die Vereine haben, ebenso wie viele kleinen Firmen und Gewerbetreibende, viel in Hygienemaßnahmen und Hygienevorschriften investiert. An diese kleinen Firmen, Gewerbetreibende und Amateurvereine wird kein Gedanke verschwendet. Dafür wird großen Konzernen das Geld hinterhergeworfen. Dieses Geld hätte man besser in entsprechende Filteranlagen in Schulen und Kitas und auch in den Firmen mit Großraumbüros investiert. Dazu kommen noch die anfänglich im Schneckentempo startenden Impfungen. Nun nimmt diese, zum Glück, endlich an Fahrt aus. Trotzdem wird es noch lange dauern, bis genügend Leute geimpft sind, dass wieder zur Normalität zurückgekehrt werden kann.

Wenn es denn endlich soweit ist, würde dies bedeuten, dass die Kinder und Jugendlichen aber auch die Seniorenspieler und Seniorenspielerinnen wieder in den Trainingsbetrieb zurückkehren könnten. Die eigentlich für jeden absehbare Entscheidung den Spielbetrieb der Saison 2020/21 einzustellen, wurde inzwischen von den Verantwortlichen im Verband und in den Kreisen getroffen. Wann es weitergehen wird bzw. kann, steht derzeit noch in den Sternen.

Durch diese doch sehr lange Unterbrechung des Trainings- und Spielbetriebs ist zu befürchten, dass die Anzahl der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die nach einer kompletten Öffnung der Sportstätten zurückkehren werden, geringer ausfallen wird. Deshalb ist auch damit zu rechnen, dass die Mannschaftszahlen in der kommenden Saison 2021/22 weiter zurückgehen werden. Denn es war den Vereinen kaum möglich, neue Mitglieder zu gewinnen.

Die Anordnung der Regierungen den Sportbetrieb, außer im Profibereich, zum Stillstand zu bringen, war für die Vereine äußerst schädlich.

Auch ist das, was man den Ehrenamtlichen in den Vereinen mit den gestellten Anforderungen abverlangt fast nicht mehr zu bewältigen, Diese haben nebenbei auch noch Familie und Beruf.

Meine Meinung – und Ihre?

Bernd Götte

E-Mail: Bernd.Goette at FLVW-Herne.de

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